Biographie
Reinhart Artberg
Geboren 1955 in einem Bergdorf in Tirol
Abgebrochene Schulen: (Jede Schule und jeder Abbruch war eine Bereicherung!)
HTL für Flugtechnik in Wien (2 Jahre), Grafikschule Innsbruck (3 Monate), HTL Architektur (2 Stunden... bis zur 10h Pause), Akademie der bild. Künste (8 Semester mit Auszeichnung, aber ohne Abschluss).
Ausstellungen in Museen oder Galerien im In- und Ausland auf verschiedenen Kontinenten zeigen Reinhard Artbergs Werke. Internationale Preise und Auszeichnungen begleiten seinen Werdegang.
1996 wurde Artberg in die Sondermarkenserie "Moderne Kunst in Österreich" als 22. Künstler aufgenommen.
2015 wurde ihm von der Republik Österreich der Professorentitel verliehen.
An Ausstellungen im Peggy Guggenheim-Museum oder Centre Pompidou wird noch gearbeitet.😉
Mit der beginnenden und intensiven Freundschaft mit Friedensreich Hundertwasser im Jahr 1985 bis zu seinem Tod 2000 verbrachte Reinhard Artberg die meiste Zeit in dessen Anwesen in Frankreich und ab 1994 auch in Neuseeland. Hundertwasser förderte die künstlerische Laufbahn von Reinhard Artberg und sah in ihm einen herausragenden und entwicklungsfähigen Künstler.
Seit 2003 lebt Reinhard Artberg in Frankreich, Japan und Italien mit Hauptwohnsitz in Österreich.
Für ausdauerde Leser:
Im Alter von 16 Jahren reiste Reinhard Artberg nach Frankreich und andere Länder Europas und schlug sich als Straßenmusikant und Maler durch das Leben. Bahnhöfe und Parkbänke waren seine Schlafplätze. Nach diversen "Brotberufen" im Architekturmodellbau und Grafikdesign entschloss er sich schließlich in Wien, "Freie Malerei" an der Akademie der bildenden Künste zu studieren. Sein Professor, Gustav Hessing, gab Reinhard Artberg absolute Freiheit in seiner künstlerischen Entwicklung und verlieh dem jungen Studenten bereits am Ende des ersten Studienjahres den Meisterschulpreis.
Während des Studiums machte er abenteuerliche Experimente. So lebte Reinhard Artberg mehrere Monate in einer Erdhütte in der Nähe von Hainburg an der Donau, um die Relativität der Wahrnehmung in gesteigerten Angstzuständen zu erforschen. Er fuhr mit einem Müll-Floß von Tirol nach Wien, um gegen den Konsum- und Wegwerfwahnsinn zu demonstrieren, baute Objekte und Maschinen wie die Malmaschine , die er in einem der renommiertesten Ausstellungshäuser Österreichs, der Wiener Secession, ausstellte; baute die voll bewegliche Manipulationsmaschine in den Ausmaßen eines LKWs oder die Wohnwolke als alternativen Lebensraum. Mit sicherem Gespür für die Zeichen der Zeit kreierte er das Objekt "Arche-Noah" in Form eines Luftschiffes, das symbolträchtig und mahnend zur Eröffnung des Avantgardeprogrammes der Wiener Festwochen 1982 über dem Teich vor der Karlskirche schwebte.
Er startete witzige Aktionen, z. B. das "Fantasische Abenteuer" , wo er – wie viele andere auch – (Zit. Artberg) im Sommer mit einem Drachen gen Süden fuhr, oder die Aktion "Mit Engel und Teufel und Ich" – die ihn mit beschriebenen Begleitern auf einem Mofa mit Anhänger von Österreich nach Bremen führte.
Nach dem ersten Aufenthalt in Neuseeland bei Friedensreich Hundertwasser wohnte Reinhard Artberg insgesamt 1 Jahr auf der unbewohnten Insel Urupukapuka, die er mit seinem kleinen Katamaran erreichte, und beinahe 2 Jahre in den Urwäldern nahe der Küste. Er baute sich seine "Ateliers" aus Treibholz oder abgebrochenen Ästen und ernährte sich vom Fischfang und geschenktem Essen vorbeikommender Seeleute. Ab 1999 arbeitet er zunehmend in den Bergen Liguriens und realisierte dort das Projekt "Visuelle Poesie". Seit 2005 verlagert sich sein Lebensmittelpunkt wieder nach Österreich und Japan.
Reinhard Artberg orientiert sich nie nach Modeströmungen und avantgardistischen Trends, sondern kreiert eigenwillige – und spannende Arbeiten ungerührt vom herrschenden Museums- und Galeriediktat. Ähnlich wie Hundertwasser war und ist er ein respektierter Künstler unter der Avantgarde in Österreich und hat immer wieder Berührungspunkte mit der kreativen Szene, geht jedoch seinen eigenen Weg – einen Weg zwischen Natur, Kunst und Romantik.
Reinhard Artberg ist ein Geheimtipp unter einigen Kunstkennern, da er sehr zurückgezogen lebt und Städte nach Möglichkeit meidet. Viele seiner Werke befinden sich in privaten Sammlungen.

